Multiple Sklerose – Meine Diagnose

Himmel

Meine Diagnose
 

Im April 2007 habe Ich die Diagnose Multiple Sklerose bekommen. 

Damals war das schon ein ziemlicher Schock, dabei ging es mir doch gut, dachte ich.
Nur weil mein linkes Bein und der linke Arm für kurze Zeit nicht das machten was sie sollten? 

Am nächsten morgen sprach ich mit meinen Arbeitskollegen darüber, da ich meiner Meinung so lustig gelaufen bin. Meine Arbeitskollegen fanden es aber gar nicht so lustig und haben mich erst mal zum Arzt geschickt. Also rief ich eine Neurologin an, erzählte der Arzthelferin am Telefon worum es ging und sollte sofort in die Praxis kommen. Da war ich immer noch der Meinung, die machen alle viel zu viel Panik.
Nach einigen Untersuchungen wurde mir kurz mitgeteilt, ich hätte einen leichten Schlaganfall gehabt und muss sofort ins Krankenhaus. 

Okay, nicht mehr lustig und keine Panikmache 🙁


Im Krankenhaus angekommen musste ich zur Beobachtung auf die „Stroke Unit“ eine Akutstation zur Erstbehandlung von Schlaganfällen. 24 Stunden später Entwarnung, kein Schlaganfall.
 
Es folgte eine Woche Klinikaufenthalt und sehr viele Untersuchungen, wie der Test auf Sensibilitätsstörungen, die Überprüfung der Reflexe und die Beweglichkeit der Muskeln in Armen, Beinen und dem Gesicht, ebenso wurde der Gleichgewichtssinn und die Koordination getestet.
Außerdem die Magnetresonanztomographie (MRT) vom Kopf, um damit evtl. entzündliche Veränderungen im Gehirn darzustellen.
Eine Lumbalpunktion (LP), dass ist die Untersuchung des Nervenwassers (Liquor), dabei können z.B. Antikörper gefunden werden.
Außerdem noch elektrophysiologische Untersuchungen, dabei werden elektrische Impulse über das Nervensystem weitergeleitet, diese Impulse werden gemessen um festzustellen, ob sie langsamer weitergeleitet werden. 

Und noch einigen Untersuchungen mehr. 
Danach bekam ich einen ganzen Stapel Broschüren von dem Stationsarzt auf mein Bett geworfen mit der Aussage: „Sie haben Encephalomyelitis disseminata, sie müssen Interferon Beta spritzen, lesen sie die Broschüren und sagen uns dann welches!“ 
Bumm, fertig!
 
Den Rest des Tages habe ich mit Heulen verbracht und am nächsten Morgen wurde ich entlassen. Die Entscheidung wegen dem Interferon habe ich aufgeschoben, ich wollte mich erst noch weiter darüber informieren.

Fortsetzung folgt.


Wie war es bei eurer Diagnose?
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4 Antworten

  1. Hi du,

    krasse Geschichte! Mich würde interessieren wie es weiterging! Ein Familienmitglied wurde letztes Jahr schwer krank, kein MS, aber es ist schrecklich nichts tun zu können und sich auf die Ärzte verlassen zu müssen. Wie gehts dir heute? Was sind deine Erfahrungen?

    Ganz liebe Grüße Krizi
    und Gute Besserung!

  2. Hallo Krizi,

    mir geht es soweit recht gut, danke der Nachfrage 🙂

    Meine Geschichte werde ich nach und nach fortsetzen, bis ich auf dem heutigen Stand angekommen bin.
    Mit den Ärzten ist das so eine Sache, ich habe mehrmals gewechselt und bin jetzt bei einem Neurologen, der sich richtig Zeit nimmt und auch zuhört, da fühle ich mich gut aufgehoben und das ist viel wert.
    Ich hoffe deinem Familienmitglied geht es wieder besser,

    Grüße Alex

  3. Die Mutter von meinem besten Freund hat auch MS. Sie kann ohne ihren selbst fahrenden Rollstuhl (ich weiß nicht wie diese Dinger heißen) nicht raus gehen. Alles entwickelt sich schwerer, Einkaufen, Bus fahren, Urlaub machen. Nicht alle Hotels im Ausland sind mit Aufzügen geschweige denn Schrägen ausgestattet. Aber sie meistert das wirklich wunderbar. Und immer ist eine helfende Hand, die sie unterstützt. Das finde ich auch sehr wichtig, dass man in der schweren Zeit die Lust am Leben nicht verliert und das jemand da ist, der einem hilft. Ich hoffe das du auch so jemanden hast : )
    Süße Grüße
    Alison von TeaCatsandGlitter

  4. Danke für die Geschichte, bei mir ist es zum Glück noch nicht soweit, dass ich körperliche Einschränkungen habe, aber mein Mann ist diese helfende Hand für mich, er ist jetzt und ich weiß auch in der Zukunft immer für mich da.

    Liebe Grüße Alex

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