Multiple Sklerose – Der Verlauf

Der Verlauf

Wie ich in dem vorherigen Post – Die Eingewöhnungszeit – brauchte es einige Zeit, bis ich mich an  das Interferon gewöhnt hatte.


Die Ruhe nach der Eingewöhnungzeit


Nach dieser Zeit ging es mir für ein paar Jahre relativ gut. Es kamen keine neuen Schübe dazu, außer hier und da mal ein Kribbeln und ein Zwicken. So konnte ich fast so weiter machen wie vorher.

Nur eine Fatique wurde nach ca. einem Jahr bei mir diagnostiziert, dabei handelt es sich um eine extreme Müdigkeit, Erschöpfung und Abgeschlagenheit. 
Die Fatique ist eine der am meist verbreiteten Symptome der Multiplen Sklerose, ca 80% der MS-Erkrankten sind davon betroffen.
Es ist teilweise sehr belastend, da man eben zu den einfachsten Tätigkeiten zu müde ist. Selbst nach ausreichendem nächtlichen Schlaf stehe ich morgens so müde auf, als hätte ich die ganz Nacht nicht geschlafen. 


Der ein oder andere Fehlalarm


Während dieser ruhigeren Jahre gab es allerdings auch gelegentliche Fehlalarme. Denn mit der Krankheit musste ich erstmal lernen umzugehen und auf die Signale meines Körpers zu hören und zu deuten. 

Das ein oder andere mal bin ich da natürlich umsonst zum Arzt gegangen, aber so eine „Entwarnung“ ist natürlich auch was schönes und so lernt man schließlich eben die Signale richtig zu interpretieren.
Es gibt sehr viele verschiedene Symptome, wie Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Kribbeln in den Händen oder Füßen u.v.m. deshalb nennt man die Multiple Sklerose auch die Krankheit mit den 1000 Gesichtern. Die muss man eben erstmal kennen lernen.

Regelmäßige Kontrollen


Auch während solchen ruhigen Abschnitten müssen regelmäßig Kontrolluntersuchungen stattfinden, da das Interferon die Leber belasten kann sollten alle 3 Monate die Blutwerte kontrolliert werden.

Ebenso wurde bei mir 1-2 mal pro Jahr ein MRT (Magnetresonanztomographie) von Kopf, Hals- oder Brustwirbelsäule gemacht um evtl. neue Herde und damit die Aktivität der MS zu überwachen.
Der Neurologe hat auch bei jedem Besuch meine Körperfunktionen getestet, wie laufen, die Reflexe, ein Sehtest, die Koordination, Kraftvergleich rechts-links und Sensibilitätstests.
Das ist aber alles keine große Sache, zwar manchmal etwas nervig, denn wer geht schon gerne zum Arzt, wenn gerade keine Probleme da sind, aber was muss das muss.

Von Herbst 2007 – Frühjahr 2014 war meine ruhige Zeit, wie es dann weiterging erzähle ich euch das nächste mal.




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2 Antworten

  1. Ich wünsche Dir von Herzen Alles Gute und vor allem viel Energie!
    Ich habe seit meiner Kindheit Rheuma und kann nachvollziehen, was eine Erkrankung für das Leben bedeuten kann.

    LG Lu

  2. Vielen Dank,
    ich wünsche Dir ebenfalls viel Kraft.

    LG Alex

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